Neurologie:

Fragen an den Neurologen
Dr. Martin Silberhorn

Was sind die häufigsten
Klagen beim Neurologen?

Akut neurologische Störungen wie

 
Kopfschmerz
Schwindel
Synkope (kurze Bewusstlosigkeit)

sind die häufigsten Fragestellungen einer neurologischen Praxis und verlangen rasche Diagnostik zum Ausschluss einer hirnorganischen Erkrankung - trotz der Möglichkeit harmloser Gelegenheitsursachen: Bei Dringlichkeit ist daher eine rasche Terminvergabe möglich für

körperlich-neurologische Untersuchung
Dopplersonographie (Ultraschalldurchblutungstest hirnversorgender Gefäße)
EEG (Elektroencephalogramm).

Bei Bedarf erfolgt weitere elektrophysiologische Funktionsdiagnostik in der Praxis wie zum Beispiel:

AEP (Akustisch Evozierte Potentiale), z. B. bei Schwindel, Tinnitus (Ohrgeräusche).

Bei Bedarf: Vervollständigung der Diagnostik durch bildgebende Verfahren in nahegelegenen radiologischen Praxen in Bad Honnef oder wohnsitznah:

CCT (cerebrale Computertomographie)
NMR (Kernspintomographie, Magnetbilddiagnostik).

Die dopplersonographische Untersuchung hirnversorgender Gefäße ist eine richtungsweise Erstuntersuchungsmethode bei der

Schlaganfalldiagnostik
Schlaganfallprophylaxe

Das EEG (Elektroencephalogramm) als Funktionsdiagramm der Hirnrindenaktivität ermöglicht die Beurteilung von

Zeichen erhöhter Krampfbereitschaft (z.B. Epilepsien)
Herdbefunden (z.B. Schlaganfall, Tumor)
Medikamenteneinflüssen (z.B. Bei Intoxikationen)
altersgerechter Hirnreifung bei Kindern
Verlaufskontrolle (bei Schädel-Hirn-Trauma oder bei Alzheimer-Demenz).

 

Beispiel neurologische Diagnostik:

High-Tech-Bildgebung für

Parkinson-Früherkennung: DaTSCAN™


»Wir in Bad Honnef«, nämlich unsere Radiologen (das Team um Priv.-Doz. Dr. med. Jörn H. Risse), haben eine aufwendige, nuklearmedizinische bildgebende Untersuchung verfügbar, die manchmal die Diagnosestellung bei der Frage der Früherkennung einer Parkinson-Symptomatik auch für einen erfahrenen Neurologen ganz entscheidend unterstützt: Insbesondere, wenn es um wichtige diagnostische Abgrenzungsfragen etwa eines Tremors geht.


Diagnostische Sicherheit für den Patienten,
zu einem frühest möglichen Zeitpunkt, damit die Weichen für die Therapie von Anfang an richtig gestellt werden: Die Untersuchungsmethode wird sonst meist nur an spezialisierten Universitäts- Zentren angeboten.



Was macht denn der Neurologe noch so?

Neben hirnorganischer Funktionsdiagnostik bieten wir in der Praxis die elektrophysiologische, apparative Funktionsdiagnostik für alle gängigen Fragestellungen des peripheren Nervensystems und der Neuroorthopädie an wie:

Engpass-Syndromen von Nerven (z.B. Carpaltunnelsyndrom - CTS)
schmerzhafter Wurzelreiz der Halswirbelsäule oder Lendenwirbelsäule (Lumbago, Ischias etc.)
Nervenwurzelschäden der Halswirbelsäule oder Lendenwirbelsäule
Polyneuropathien (Schädigungen der peripheren Nerven, z.B. bei Diabetes mellitus, Alkoholkrankheit, sonstige Toxine)
Polyneuritis (entzündliche Schädigung peripherer Nerven)
Neuralgie.

Bei all diesen Fragestellungen führen Arzt und Arzthelferin gezielt und schonend bewährte apparative elektrophysiologische Nervenmessungen durch wie Bestimmung von

motorischen Nervenleitgeschwindigkeiten
sensiblen Nervenleitgeschwindigkeiten
evozierte Potentialen.
Bei Bedarf elektromyographische Untersuchung von Muskeln.

Manchmal reagieren unsere Patienten etwas "schreckhaft" bei den kleinen elektrischen Impulsen: Aber Angst muss niemand haben, und natürlich erklären wir Ihnen genau, was geschieht!

Gezielte Untersuchungsmethoden des peripheren Nervensystems sind auch wichtig für die Erkennung und Verlaufsbetreuung bei seltenen und chronischen neurologischen Erkrankungen (wie zum Beispiel Multiple Sklerose).


Die schönste Diagnostik nützt
nichts ohne Therapie?

Vor allem dank der Fortschritte in der neurobiologischen und pharmakologischen Forschung wurde die Neurologie in den letzten Jahren zu einem ausdifferenzierten Therapiefach: Hiervon profitieren insbesondere unsere Patienten mit

Migräne
Epilepsie
Parkinson-Erkrankung
Multiple Sklerose

jedoch auch Patienten mit

Schlaganfallgefährdung oder Schlaganfall
Tremor
Trigeminusneuralgie
Tinnitus (Zusammenarbeit mit HNO-Arzt)
Schlafapnoe-Syndrom (Zusammenarbeit mit Pulmonologen)
Restless-Legs-Syndrom etc.

Die differenzierte, gezielt auf Ihre Wünsche eingehende Beratung zur Abstimmung aller diagnostischen und therapeutischen Aktivitäten ist jedoch das Wichtigste:

Denn bei der Diagnostik gilt trotz der Fortschritte der Medizin immer noch, dass sich die richtige Diagnose des Arztes zu 90 Prozent ergibt aus der sorgfältigen Erhebung von Vorgeschichte und Beschwerden.

Und in der Therapie nutzt die schönste Verordnung alleine wenig, wenn nicht die Beratung sowie die Zusammenarbeit mit Hausarzt, Fachärzten, Krankengymnasten, Physiotherapeuten, Logopäden hinzukommt, beispielsweise bei Migräne und Spannungskopfschmerz auch die Vermittlung einer erfolgreichen Entspannungstechnik (z.B. Muskelrelaxationsbehandlung nach Jacobson) oder die Vermittlung einer Rehabilitationsmaßnahme oder eines Heilverfahrens bei Funktionsausfällen oder Behinderungen.



Wie dokumentieren Sie die Befunde?

Der prompte und sorgfältige Befundbericht für den überweisenden Arzt fasst in der Regel die diagnostischen Ergebnisse und das geplante therapeutische Vorgehen zusammen und kann auch später - eventuell auch nach Jahren - als Verlaufsdokumentation wertvoll sein, auch bei Anträgen auf Berufs- oder Erwerbsunfähigkeitsrente nach dem Schwerbehindertengesetz etc.

 

selectet *
neurolinks von A bis Z:


Allgemein: Klassische neurologische Erkrankungen (z.B. Epilepsie oder Schlaganfall, auch Hirntumoren) incl. Therapie in www.medicine-worldwide.de.
Übersichtsinformation: www.neuropsychiater.org, Nahezu alles von Aneurysma bis Zwangskrankheit..., z.T. allgemeinverständlich, z.T. in Fachsprache (deutsch und englisch).


Bandscheibe etc.: www.neurochirurgie-praxis.de. Website des Neurochirurgen W.Panzer: Hauptthema: Die minimal invasive Bandscheiben-Operation www.neuro-bodensee.de


Borreliose: www.ariplex.com/


Epilepsie: www.izepilepsie.de (u.a. Anfallsformen, Behandlung, Medikamente). Krankheitsbild, Ursachen, Prognose und Therapie epileptischer Anfälle: www.medizinfo.de/kopfundseele/epilepsie/ .
oder: www.epilepsie-online.de (u.a. "Epilepsie und Führerschein").


Fazialisparese (>>Gesichtsnervenlähmung<<)
Englische Homepage: www.bellspalsy.net (Fazialisparese="Gesichtslähmung").


Karpaltunnelsyndrom: (demnächst hier:)


Medikamente:
Antidepressiva
: psychiatrie.de/therapie/antidep.htm.
Psychopharmaka und mehr: kuckuck.solution.de.
Informationen zu Medikamenten-Wechselwirkungen: Im Apotheken-Gesundheitsportal: (www.aponet.de) ( Arzneien zur Behandlung von Parkinson-Krankheit, Kopfschmerz und Depressionen.)


Migräne und Kopfschmerz: Deutsche Migräne- und Kopfschmerzgesellschaft:
Informationen zu allen Kopfschmerzformen: www.dmkg.de.
Oder: www.migraeneliga-deutschland.de und www.stiftung-kopfschmerz.de.


Multiple Sklerose: Deutsche Multiple Sklerose Gesellschaft: www.dmsg.de


Muskelkrankheiten/ Neuromuskuläre Erkrankungen:

Deutsche Gesellschaft für Muskelkrankheiten
(www.dgm.org), Motoneuronerkrankungen/amyotrophe Lateralsklerose (ALS): www.dgm.org/muskelk/index.html.
ALS Therapy Development Foundation (Rubriken Treatments und Research & Development): www.als-tdf.org.
Alternativen bzw. Ergänzungen: www.alsmndalliance.org (ALS-Organisationen weltweit) oder www.wfnals.org  oder www.alsa.org.
Zum Teil
deutschsprachige ALS-Seiten: Linkportal www.als-site.
Muscular Dystrophy Association: Umfangreiche Informationen über Muskelkrankheiten (www.mdausa.org). Oder aus Australien: www.mda.org.au.
Hereditäre Polyneuropathien, u.a. Charcot-Marie-Tooth-Krankheit: www.hmsn.de.
Spastische Spinalparalyse: www.fsp-info.de.

Neurochirurgie: z.B. www.rwth-aachen.de/nch oder www.med.uni-heidelberg.de/nch,
Akustikusneurinom
(gutartiger Tumor am Hör- und Gleichgewichtsnerven) www.anausa.org (englisch)
Deutsche Hirntumorhilfe: www.hirntumor.net,
American Brain Tumor Association:
www.abta.org.
Die "unblutige Operation" mit dem Gamma-Knife: www.nwhgammaknife.com.
Ambulante Neurochirurgie: www.neurochirurgie-praxis.de und www.neuro-bodensee.de.
Deutsche Gesellschaft für Neurochirurgie bietet Patienteninformationen zu verschiedenen Themen an: z.B. Aneurysmen, Tumoren, Trigeminusneuralgie, Halswirbelsäulenerkrankungen, Karpaltunnelsyndrom (www.dgnc.de).


Neuro-Orthopädie: www.rheuma-online.de, oder: www.rheuma-zentrum.com


Parkinson & Tremor: www.kompetenznetz-parkinson.de und www.parkinson-net.de sind deutschsprachige Web-Sites, ebenso www.parkinson-selbsthilfe.de, und www.parkinson-vereinigung.de
Deutsche Parkinson Vereinigung: www.parkinsonszene.de oder: www.parkinsonclick.de.
Bewegungsstörungen allgemein: (Parkinson-Krankheit, atypische Parkinson-Syndrome etc.) www.wemove.org (Wemove ist eine internationale Organisation für Betroffene und Mediziner).
Zwei weitere amerikanische Sites sind www.parkinson.org und www.pdf.org (u.a. Patienteninformationen, verschiedene Therapieformen), www.parkinson.ca (Kanada,Hinweise zur Frühdiagnose, Abgrenzung von anderen Erkrankungen) - auch eine Parkinson-Weltorganisation informiert über die Erkrankung: www.wpda.org.
Thematik junger Parkinson-Patienten ("U40", d.h. Beginn vor dem 40. Lebensjahr) behandelt www.parkinson-club-u40.de, Themen sind u.a.: Medikamentöse und nicht-medikamentöse Therapie, Früherkennung, Sexualität, Adressen, Treffen.


Restless Legs & andere Bewegungsstörungen:
Deutsche Restless Legs Vereinigung (www.restless-legs.org), das Syndrom der ruhelosen Beine wird ausführlich geschildert, u.a. wird auch auf regionale Selbsthilfegruppen hingewiesen.
Das amerikanisches Pendant ist www.rls.org.
Auch www.neurogeriatrie.de bietet gute Informationen zu dieser Erkrankung.

Für Laien gut verständlich ist www.tourette.de (ebenso www.touretters.de oder www.tourette-online.net), hier wird über Tics und das Tourette-Syndrom informiert.
Empfehlenswert sind die Webseiten der Deutschen Dystonie Gesellschaft (www.dystonie.de - Schiefhals und andere dystone Bewegungsstörungen, englisch: www.dystonia.org.uk) und der Deutschen Huntington Hilfe (www.dhh-ev.de - Chorea Huntington) - über Ataxien informiert www.ataxia.org.uk.
Die schon erwähnten und seltenere Bewegungsstörungen (z.B. paroxysmale Dyskinesien, Myoklonus, Wilson-Krankheit, aber auch Spastizität) findet man bei Wemove (www.wemove.org).
Das nett und gut gemachte Pendant für Kinder ist Kidsmove (alles von Ataxie bis Tremor, www.kidsmove.org).
Eher für Ärzte ist die Movement Disorders Virtual University: www.mdvu.org.

Schlaganfall: www.kompetenznetz-schlaganfall.de (z.B. Vorbeugung, Warnzeichen, transitorische ischämische Attacken), www.schlaganfall-hilfe.de, über Gefäßoperationen an der Halsschlagader informieren www.gefaesschirurgie-wien.at/ (deutsch) und www.healthcyclopedia.com/ (englisch).

Schwindel: Der paroxysmale gutartige Lagerungsschwindel, eine häufige Schwindelform, wird neben der Neuropathia vestibularis und der Menière-Krankheit beschrieben in www.vestibular.org
Außerdem: www.neurologie-praxis.de (Krankheitsbilder > Schwindel).


Tremor, essentiellen Tremor: www.tremor.org - englisch: www.tremor.org.uk und www.essentialtremor.org.


Trigeminusneuralgie:
www.de/krankheiten/schmerz/gesichtsschmerzen.html


*selectet by

Dr. med. Martin Ruppenthal

(Copyright selection & comments)

*

Dr. Martin Ruppenthal, Freund und Fachkollege,

dem ich an dieser Stelle herzlich danke,

bietet auf seiner Homepage noch ausführlicher

kommentierte Links und allerlei Wissenswertes,

besonders zum Schwerpunktthema

Neurologie:

 

Dr. Martin Ruppenthal
in einem Prager Kaffeehaus

 

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Dr. Ruppenthal liebt Kaffeehäuser fast so sehr wie die Neurologie

und empfiehlt Ihnen daher abschließend einen Besuch im


Neuro-Cafe

oder im


Kaffeehaus


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