| Paarberatung: | |||
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Sehnsucht nach Liebe und Zweisamkeit ... Ossip und Nadeschda waren immer wieder über lange Zeiten schmerzlich getrennt: Und wir wissen, Sehnsucht wächst meist mit dem Quadrat der Entfernung ... Aber mit dem späten Liebesbrief von Ossip und dem Abschiedsbrief von »Nadinka«, welcher den Empfänger wahrscheinlich nie erreicht hat, ist der ganze Bogen unserer Erwartungen an das Glück einer Zweierbeziehung gespannt:
Aber so einfach ist das alles nicht im Alltag und auf die Dauer: Manche Paare sitzen lebenslang eng bei einander und sind dabei gar nicht so glücklich, andere Paare finden sich, trauen sich aber nicht, zusammenzuziehen; oder sie sind in einem ständigen Wettstreit oder .... Und in jeder Partnerschaft stellen wir - ohne Ausnahme - fest: Das, was uns am andern zunächst gefällt, verliebt macht, geht uns nach einer Weile oft »auf den Nerv« und führt zu Streit und oftmals nach einer Weile auch zu dem Gefühl: Wir passen gar nicht (mehr) zusammen ....
... ist gar keine traurige Angelegenheit: Begriffe wie »gescheiterte Ehe?« oder »Beziehung kaputt?« werden meist von Menschen benutzt, die nicht so genau hinsehen, sich und den andern vielleicht doch zu wenig kennen, ... und im Alltag übersehen haben, daß Menschen sich entwickeln und verändern: und das ist auch gut so!
Wie funktioniert Paarberatung bei Ihnen? Wenn ein Paar anruft über die 02224/10017, gebe ich gerne Auskunft, stelle sogar am Telefon ein oder zwei Fragen und schildere Konzept und Ablauf einer Sitzung, die grundsätzlich 100 Minuten dauert (öfters wird die Zeit unprofessionell etwas überzogen, weil es gerade am Schluß so spannend geworden ist ...) Meist meldet
sich bei der ersten Anfrage nicht das Ehepaar, sondern SIE oder (seltener)
ER: Einer ergreift jedenfalls in diesem Moment die Initiative:
Und ein kleines Telefonat, oft rufe ich zu diesem Zweck in einer ruhigen
Minute zurück, ist dann die angemessene Honorierung für den
beherzten Anrufer und eine für beide Seiten sympathische vertrauensbildende
Maßnahme: Wenn der Partner einverstanden ist, kommt es meist bei
einem zweiten Anruf dann unmittelbar zu einer Terminvereinbarung ... Und
was geschieht in einer Sitzung, Ich fühle mich zunächst wie ein Gastgeber verantwortlich für das Wohlergehen des Paares in diesen 100 Minuten, auch wenn es vielleicht mit einem »ganz schweren Problem« gekommen ist. Und ich bin weiter dafür verantwortlich, eine ganz neutrale Position einnehmend, gleichermaßen wohlwollend beiden gegenüber, daß auch ein wirklicher Erkenntnisgewinn, ein Impuls für beide, für die weitere Lebensgestaltung, herauskommt: Oft ist das tatsächlich eine neue (nämlich positive) Interpretation des Problems: Und immer stellt sich heraus, daß das anfängliche »Problem« quasi nur die »Klage« war, und das »Problem dahinter« ist etwas ganz anderes: Aber dies gemeinsam erarbeitet zu haben, gemeinsam zu verstehen: Das ist dann am Ende eine Belohnung für alle Drei: Und eigentlich immer entwickelt sich für alle drei Gesprächspartner dann das intime Gefühl, einem spannenden und zugleich feierlichen Erkenntnis- und Entwicklungsprozeß beigewohnt zu haben: Das
Schöne ist: Wir können bei der Paarberatung abwechslungsreich
moderieren: Und gerade, wenn es vielleicht heikel wird (»ich bin
fremdgegangen«), hilft zum Beispiel das Rollenspiel weiter: Einer
spricht in der Rolle des andern, Geheimnisse müssen nicht
preisgegeben werden, und der Berater ist nicht der Kriminalkommissar:
Und doch geht es dabei ehrlich zu, und gar nicht so seltenen hilft uns
auch eine Portion Humor weiter! Gibt
es einen methodischen »Programmablauf« Ja: Methode und Programm sind wie ein Menü aufgebaut:
Eine Sitzung ist eine abgeschlossene Beratungseinheit, die bei einem guten Gastgeber, der sich an den psychoanalytisch-(familien-) systemischen Beratungsansatz hält, auch wirkt, wie das die Grünen nennen würden. Man setzt dabei nämlich auf den Impuls: Zwei erwachsene Menschen probieren jetzt etwas aus, und es gibt irgendwelche Veränderungen. Das kann im Extremfall auch tatsächlich der Entschluß zu einer Trennung sein; meist versuchen die beiden jedoch, im Umgang miteinander, in der weiteren Lebensgestaltung etwas entscheidend anders zumachen ... und das gelingt dann auch oft. Manchmal ist
es aber auch sinnvoll, und ein Paar will nach einer Weile, zum Beispiel
nach drei Monaten, noch einmal »anknüpfen« und weitermachen
mit einer zusätzlichen Beratungseinheit: In der Zwischenzeit hat
etwas Neues funktioniert oder auch nicht ... Nie gibt es aber, sowie ich
die Paarberatung verstehe, »alle 14 Tage einen Termin«, sowie
das bei der klassischen Einzel -Psychotherapie eine übliche Vereinbarung
wäre. Hierin unterscheidet sich das Konzept auch von der Methode,
wie sie häufig bei Familienberatungsstellen (z. B. Caritas oder Diakonie)
praktiziert wird. Termin- und Honorarvereinbarungen? Bevorzugt biete ich Termine am Wochenende an, zum Beispiel:
Der Preis für die Beratung (100 Minuten) orientiert sich an den üblichen Psychotherapie-Zeit-Honoraren, wie sie von allen privaten Krankenversicherungen bei Leistungen nach dem 2,3 fachen Satz gezahlt werden:
Die gesetzlichen
wie die privaten Krankenversicherungen treten jedoch nicht ein für
Leistungen der Paarberatung oder der Paartherapie: Das heißt, selbst
wenn die Paartherapie, was durchaus vorkommen kann, auch der Behandlung
einer krankheitswertigen seelischen Störung (zum Beispiel Depression
wegen Trennungskonflikt) dienen würde, so kann diese Behandlung niemals
zu Lasten der Krankenversicherung erfolgen, da private wie gesetzliche
Krankenversicherungen nur einzeltherapeutische oder gruppentherapeutische
Leistungen kennen.
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